Trauer um Martina

Ein Mensch ist fortgegangen
ganz langsam, lange Zeit

Der Halm an seiner Seite
steht vor der Ewigkeit

Hat selber noch zu gehen
ein Mensch ist übrig von zwei

muss auf der Warteliste stehen
das gemeinsame Leben ist vorbei

Ein Mensch ist vorgegangen
wir folgen alle nach, drum

jetzt die Schätze heben
versöhnt sein und erleben:
es liegt noch so viel brach

Zurück und weiter



Es schwimmt der See
in unsren Augen

schwimmt er mit uns
hinaus ins Blau

ob unsre Träume
etwas taugen

fragt er den Mann
und auch die Frau

Es schwimmt die Seele
tief betroffen

über so viel
reines Glück

befreit vom Schroffen
treibt sie hinaus

und lässt ihr
Spiegelbild zurück

Es treffen sich
zwei Blicke

sie sehen sich genau
als Mann und Frau

Zwei Seelen können
wieder hoffen

sie ankern tief
im weiten Blau





Prinzip Hoffnung

Noch immer keine Normalität in unserem Alltag durch die Corona-Krise? Die Natur aber blüht auf. Was können wir zum Blühen bringen? Welchen Gedanken in uns verhelfen wir zum Durchbruch, und welche Gedanken gehören auf den Komposthaufen? Nicht aufgeben, nicht nachgeben – hoffen-tlich denken!

Fürwahr, ich vollführe etwas Neues: schon sproßt es auf – erkennt ihr es nicht? – und ich will in der Wüste einen Weg, in der Einöde Ströme schaffen. (Jesaja 43,19)

Mit Teilung

Wie gehen wir mit der Corona-Krise um? Mich hat es bewogen, einen lang gehegten Wunsch umzusetzen – mit meiner Stimme zu arbeiten, ich habe einen YouTube-Kanal eröffnet und hier ist das erste Video – ohne Bild, nur zum Hören, meine Gedanken, die Mut machen wollen. Kreativ werden, um miteinander verbunden zu bleiben, das eigene Potential nutzen, begonnene Wege weiterdenken und -gehen – jetzt ist auch Zeit für eine Standortbestimmung.

Geht schon?

Unser Stolz ist die härteste Nuss, die es jetzt zu knacken gilt, wenn es um neue Denk- und Verhaltensmuster geht im Umgang miteinander und den Ausnahmesituationen um uns. Hilfe zulassen, vielleicht erstmals, vielleicht auch aus anderen Quellen als bisher, die eignen Erwartungen dabei hinterfragen und herunterdimmen. Das kann ne echte Energieersparnis sein für uns und andere. Wir lernen uns neu kennen. Alle. Weil wir so noch nie gelebt haben. Alle. Und doch hat jeder an seinem Platz seine ganz eigenen Herausforderungen zu meistern.

Wie war das mit dem globalen Denken und dem regionalen Handeln gleich noch mal?

Und übrigens: Ich hab noch nie jemanden sagen hören: „Der Über-Nächste bitte!“

Wer weiß, vielleicht hält die Welt grad an, weil wir zu schnell vorausgerannt sind und unsere Seelen jetzt Zeit haben, nachzukommen. Wer weiß…

Liebesjubel statt Siegesjubel

Die kleinsten Dinge neu beachten, die eigne Familie mit Liebe betrachten. Wenn gar nichts mehr sicher erscheint, ist sie es, die es immer noch gut mit uns meint.

Corona und das Innenleben

Nicht vorhersehbar, nicht zu stoppen, stetig steigende Zahlen – wir wissen nicht, was diese globale Krise für Auswirkungen haben wird. Für Menschen mit psychischen Vorbelastungen ist es jetzt wichtig, dass sie sich wappnen, stabilisieren, Hilfe suchen, artikulieren, was Angst und Sorge bereitet. Ruhige, friedliche Gebete miteinander sind oft hilfreicher als gutgemeinte Sätze, die nicht ankommen oder sogar Druck ausüben können. Was gibt Vertrauen? Wo kann Reizüberflutung heruntergeschraubt werden (keine Videos zur Lage anschauen, lieber nur Schlagzeilen lesen – so entstehen nicht so viele Bilder im Kopf, die dann in der Nacht weiterlaufen). Ablenkung. Den Alltag weiter leben.

In Sorge
Bild © Katrin Albrecht

Über die Hingabe an Gott

Jesus zur Seele: Warum lasst ihr euch beunruhigen und verwirren. Überlasst Mir die Sorge um eure Sachen und alles wird sich beruhigen. In Wahrheit sage Ich euch, dass jeder wahre, blinde, totale Akt der Hingabe an Mich die Wirkung hervorbringt, die ihr wünscht und die dornenvolle Situation löst.

Sich Mir hingeben heißt nicht: sich ängstigen, sich beunruhigen und verzweifeln und dann ein erregtes Gebet an Mich richten, damit Ich euch beistehe. Sich Mir hingeben heißt: die Augen der Seele ruhig schließen und sich Mir überlassen, damit Ich allein euch ans andere Ufer trage wie schlafende Kinder auf den Armen der Mutter. Das, was euch durcheinander bringt und sehr schadet ist euer Grübeln, euer Nachsinnen, Sorgen und Abquälen im Glauben, um jeden Preis alles selber tun zu müssen.

Wie vieles wirke Ich, wenn die Seele sich in ihren geistigen und materiellen Bedürfnissen an Mich wendet, Mich anschaut und während sie sagt: „Sorge Du!“ die Augen schließt und ruht. Ihr habt wenig Gnaden, wenn ihr euch abquält, sie zu bekommen; Ihr habt sehr viele, wenn euer Gebet ein volles “Sich-Mir-Anvertrauen“ ist. Im Leid betet ihr, dass Ich es euch nehme, aber es euch so nehme, wie ihr es euch vorstellt… Ihr wendet euch an Mich, aber ihr wollt, dass Ich Mich euren Ideen anpasse; ihr seid wie Kranke, die den Arzt um eine Kur bitten, sie jedoch selber vorschreiben.

Macht es nicht so, sondern betet, wie Ich euch im Vater-Unser gelehrt habe: Geheiligt werde dein Name“, das heißt: „Sei verherrlicht in dieser meiner Not und Bedrängnis.“ „Dein Reich komme“, das heißt: Alles trage bei zu Deinem Reich in uns und in der Welt.

“Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden,“ das heißt: „Verfüge Du in dieser meiner Angelegenheit, wie es Dir besser erscheint für unser ewiges und zeitliches Leben.“

Wenn ihr Mir wirklich sagt: „Dein Wille geschehe“ oder “Sorge Du!“ greife Ich mit Meiner ganzen Allmacht ein und löse die aussichtslosesten Situationen. Und wenn du siehst, dass das Übel sich verschlimmert, statt sich zu bessern? Beunruhige dich nicht! Schließe die Augen und sprich zu Mir mit Vertrauen: „Dein Wille geschehe, sorge Du!“ Ich sage dir, dass Ich sorge, dass Ich eingreife, wie ein Arzt und dass Ich auch ein Wunder wirke, wenn es nötig ist.

Du siehst, dass der Zustand des Kranken sich verschlimmert. Beunruhige dich nicht, sondern schließe die Augen und sprich: „Sorge Du!“ Ich sage dir, Ich sorge. Die Besorgnis, die Unruhe und das Denken-Wollen an die Folgen einer Sache sind gegen die Hingabe. Es ist wie das Ungestüm der Kinder, die verlangen, dass die Mutter für ihre Bedürfnisse sorge, aber selber dafür sorgen wollen und so durch ihre Ideen und Launen die Arbeit der Mutter stören. Schließt die Augen und lasst euch vom Strom der Gnaden tragen, schließt die Augen und lasst Mich arbeiten, schließt die Augen und lenkt eure Gedanken an die Zukunft ab wie eine Versuchung. Ruht in Mir. Glaubt an Meine Güte und Ich schwöre euch bei Meiner Liebe, dass Ich, wenn ihr in dieser Verfassung zu Mir sagt: „Sorge Du!“ Ich voll und ganz sorge, euch tröste, euch befreie, euch führe. Und wenn Ich euch einen anderen Weg führen muss als den, den ihr meint, dann unterweise Ich euch. Ich trage euch auf Meinen Armen, denn es gibt keine heilsamere Medizin als den Eingriff Meiner Liebe. Ich sorge nur, wenn ihr die Augen schließt.

Ihr seid schlaflos, ihr wollt alles schätzen, alles erforschen, an alles denken und überlasst euch so den menschlichen Kräften oder noch schlimmer, den Menschen, indem ihr auf ihr Eingreifen vertraut. Das ist es, was Meine Worte und

Meine Absichten hindert. O, wie sehr wünsche Ich von euch diese Hingabe, um euch zu beschenken und wie betrübt es Mich, euch so beunruhigt zu sehen. – Satan strebt geradezu das an, euch in Unruhe zu bringen, um euch Meinem Wirken zu entziehen, damit ihr euch ganz den menschlichen Initiativen hingebt. Deshalb vertraut Mir allein, ruht in Mir, gebt euch in allem Mir hin. Ich wirke Wunder in dem Maße eurer vollen Hingabe an Mich und des gänzlichen Misstrauens in euch. Ich schenke Schätze der Gnaden, wenn ihr in gänzlicher Armut seid!

Wenn ihr eure Hilfsquellen habt, auch in wenigem, oder solche sucht, seid ihr auf natürlicher Ebene und folgt so dem natürlichen Lauf der Dinge, der oft von Satan gestört wird. Keiner, der alles erörtert oder erwägt, hat Wunder gewirkt, nicht einmal unter den Heiligen. Es wirkt göttlich, wer sich Gott hingibt.

Wenn du siehst, dass alles sich noch mehr verwickelt, sprich mit geschlossenen Augen der Seele: „Jesus, sorge Du!“ Und lenke dich ab, denn dein Verstand ist scharf…‚ und für dich ist es schwer, das Übel zu sehen und Mir zu vertrauen. Lenke dich ab von dir. Mache es so in allen deinen Bedürfnissen. Macht es alle so und ihr werdet große, fortgesetzte und stille Wunder sehen. Ich werde sorgen. Ich versichere es euch.

Betet immer in dieser Haltung der Hingabe und ihr werdet großen Frieden haben und große Frucht, auch wenn Ich euch die Gnade des Opfers, der Sühne und der Liebe schenke, die das Leid auferlegt. Scheint es dir unmöglich? Schließe die Augen und sprich mit ganzer Seele: „JESUS, SORGE DU!“ Hab keine Angst, Ich sorge. Und du wirst Meinen Namen preisen, indem du dich selbst verdemütigst. Deine Gebete gelten nicht so viel wie ein Akt vertrauensvoller Hingabe. Bedenke es wohl. Es gibt keine wirksamere Novene als diese:

„O JESUS, ICH GEBE MICH DIR HIN, SORGE DU!“

Don Dolindo (1882-1970)

Quelle: https://www.klosterbethlehem.de/spirituelles/jesussorgedu.htm

Malen

Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petrus 5:7)

Abwerfen und Loslegen

Mit freien Händen
die Vielfalt schöpfen

Freude in Farben
verströmen, denn

in allen
Facetten

zeigt sich
das Leben

Neu

Ostermontag

das Ende
wird zum Anfang
die Schöpfung
atmet Ewigkeit

unser Leben
wird in Liebe
geordnet und
richtet sich
neu aus

Welche Konsequenzen hat das für mich?