Liebesjubel statt Siegesjubel

Die kleinsten Dinge neu beachten, die eigne Familie mit Liebe betrachten. Wenn gar nichts mehr sicher erscheint, ist sie es, die es immer noch gut mit uns meint.

Corona und das Innenleben

Nicht vorhersehbar, nicht zu stoppen, stetig steigende Zahlen – wir wissen nicht, was diese globale Krise für Auswirkungen haben wird. Für Menschen mit psychischen Vorbelastungen ist es jetzt wichtig, dass sie sich wappnen, stabilisieren, Hilfe suchen, artikulieren, was Angst und Sorge bereitet. Ruhige, friedliche Gebete miteinander sind oft hilfreicher als gutgemeinte Sätze, die nicht ankommen oder sogar Druck ausüben können. Was gibt Vertrauen? Wo kann Reizüberflutung heruntergeschraubt werden (keine Videos zur Lage anschauen, lieber nur Schlagzeilen lesen – so entstehen nicht so viele Bilder im Kopf, die dann in der Nacht weiterlaufen). Ablenkung. Den Alltag weiter leben.

Über die Hingabe an Gott

Jesus zur Seele: Warum lasst ihr euch beunruhigen und verwirren. Überlasst Mir die Sorge um eure Sachen und alles wird sich beruhigen. In Wahrheit sage Ich euch, dass jeder wahre, blinde, totale Akt der Hingabe an Mich die Wirkung hervorbringt, die ihr wünscht und die dornenvolle Situation löst.

Sich Mir hingeben heißt nicht: sich ängstigen, sich beunruhigen und verzweifeln und dann ein erregtes Gebet an Mich richten, damit Ich euch beistehe. Sich Mir hingeben heißt: die Augen der Seele ruhig schließen und sich Mir überlassen, damit Ich allein euch ans andere Ufer trage wie schlafende Kinder auf den Armen der Mutter. Das, was euch durcheinander bringt und sehr schadet ist euer Grübeln, euer Nachsinnen, Sorgen und Abquälen im Glauben, um jeden Preis alles selber tun zu müssen.

Wie vieles wirke Ich, wenn die Seele sich in ihren geistigen und materiellen Bedürfnissen an Mich wendet, Mich anschaut und während sie sagt: „Sorge Du!“ die Augen schließt und ruht. Ihr habt wenig Gnaden, wenn ihr euch abquält, sie zu bekommen; Ihr habt sehr viele, wenn euer Gebet ein volles “Sich-Mir-Anvertrauen“ ist. Im Leid betet ihr, dass Ich es euch nehme, aber es euch so nehme, wie ihr es euch vorstellt… Ihr wendet euch an Mich, aber ihr wollt, dass Ich Mich euren Ideen anpasse; ihr seid wie Kranke, die den Arzt um eine Kur bitten, sie jedoch selber vorschreiben.

Macht es nicht so, sondern betet, wie Ich euch im Vater-Unser gelehrt habe: Geheiligt werde dein Name“, das heißt: „Sei verherrlicht in dieser meiner Not und Bedrängnis.“ „Dein Reich komme“, das heißt: Alles trage bei zu Deinem Reich in uns und in der Welt.

“Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden,“ das heißt: „Verfüge Du in dieser meiner Angelegenheit, wie es Dir besser erscheint für unser ewiges und zeitliches Leben.“

Wenn ihr Mir wirklich sagt: „Dein Wille geschehe“ oder “Sorge Du!“ greife Ich mit Meiner ganzen Allmacht ein und löse die aussichtslosesten Situationen. Und wenn du siehst, dass das Übel sich verschlimmert, statt sich zu bessern? Beunruhige dich nicht! Schließe die Augen und sprich zu Mir mit Vertrauen: „Dein Wille geschehe, sorge Du!“ Ich sage dir, dass Ich sorge, dass Ich eingreife, wie ein Arzt und dass Ich auch ein Wunder wirke, wenn es nötig ist.

Du siehst, dass der Zustand des Kranken sich verschlimmert. Beunruhige dich nicht, sondern schließe die Augen und sprich: „Sorge Du!“ Ich sage dir, Ich sorge. Die Besorgnis, die Unruhe und das Denken-Wollen an die Folgen einer Sache sind gegen die Hingabe. Es ist wie das Ungestüm der Kinder, die verlangen, dass die Mutter für ihre Bedürfnisse sorge, aber selber dafür sorgen wollen und so durch ihre Ideen und Launen die Arbeit der Mutter stören. Schließt die Augen und lasst euch vom Strom der Gnaden tragen, schließt die Augen und lasst Mich arbeiten, schließt die Augen und lenkt eure Gedanken an die Zukunft ab wie eine Versuchung. Ruht in Mir. Glaubt an Meine Güte und Ich schwöre euch bei Meiner Liebe, dass Ich, wenn ihr in dieser Verfassung zu Mir sagt: „Sorge Du!“ Ich voll und ganz sorge, euch tröste, euch befreie, euch führe. Und wenn Ich euch einen anderen Weg führen muss als den, den ihr meint, dann unterweise Ich euch. Ich trage euch auf Meinen Armen, denn es gibt keine heilsamere Medizin als den Eingriff Meiner Liebe. Ich sorge nur, wenn ihr die Augen schließt.

Ihr seid schlaflos, ihr wollt alles schätzen, alles erforschen, an alles denken und überlasst euch so den menschlichen Kräften oder noch schlimmer, den Menschen, indem ihr auf ihr Eingreifen vertraut. Das ist es, was Meine Worte und

Meine Absichten hindert. O, wie sehr wünsche Ich von euch diese Hingabe, um euch zu beschenken und wie betrübt es Mich, euch so beunruhigt zu sehen. – Satan strebt geradezu das an, euch in Unruhe zu bringen, um euch Meinem Wirken zu entziehen, damit ihr euch ganz den menschlichen Initiativen hingebt. Deshalb vertraut Mir allein, ruht in Mir, gebt euch in allem Mir hin. Ich wirke Wunder in dem Maße eurer vollen Hingabe an Mich und des gänzlichen Misstrauens in euch. Ich schenke Schätze der Gnaden, wenn ihr in gänzlicher Armut seid!

Wenn ihr eure Hilfsquellen habt, auch in wenigem, oder solche sucht, seid ihr auf natürlicher Ebene und folgt so dem natürlichen Lauf der Dinge, der oft von Satan gestört wird. Keiner, der alles erörtert oder erwägt, hat Wunder gewirkt, nicht einmal unter den Heiligen. Es wirkt göttlich, wer sich Gott hingibt.

Wenn du siehst, dass alles sich noch mehr verwickelt, sprich mit geschlossenen Augen der Seele: „Jesus, sorge Du!“ Und lenke dich ab, denn dein Verstand ist scharf…‚ und für dich ist es schwer, das Übel zu sehen und Mir zu vertrauen. Lenke dich ab von dir. Mache es so in allen deinen Bedürfnissen. Macht es alle so und ihr werdet große, fortgesetzte und stille Wunder sehen. Ich werde sorgen. Ich versichere es euch.

Betet immer in dieser Haltung der Hingabe und ihr werdet großen Frieden haben und große Frucht, auch wenn Ich euch die Gnade des Opfers, der Sühne und der Liebe schenke, die das Leid auferlegt. Scheint es dir unmöglich? Schließe die Augen und sprich mit ganzer Seele: „JESUS, SORGE DU!“ Hab keine Angst, Ich sorge. Und du wirst Meinen Namen preisen, indem du dich selbst verdemütigst. Deine Gebete gelten nicht so viel wie ein Akt vertrauensvoller Hingabe. Bedenke es wohl. Es gibt keine wirksamere Novene als diese:

„O JESUS, ICH GEBE MICH DIR HIN, SORGE DU!“

Don Dolindo (1882-1970)

Quelle: https://www.klosterbethlehem.de/spirituelles/jesussorgedu.htm

Malen

Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petrus 5:7)

Abwerfen und Loslegen

Mit freien Händen
die Vielfalt schöpfen

Freude in Farben
verströmen, denn

in allen
Facetten

zeigt sich
das Leben

Neu

Ostermontag

das Ende
wird zum Anfang
die Schöpfung
atmet Ewigkeit

unser Leben
wird in Liebe
geordnet und
richtet sich
neu aus

Welche Konsequenzen hat das für mich?

 

Fasten im Sinn

Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe:
Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast,
lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast!
Gib frei, die du bedrückst,
reiß jedes Joch weg!
(Jesaja 58:6)

Wohin führt mein gottesfernster Weg?
Fasten bedeutet, ich gehe ihn nicht.

Fasten ist eine Beziehungssache.

In einer gesunden Beziehung
wohnt die Seele gern im Körper.

Fasten befreit in die Beziehungsfähigkeit.

 

Von der tödlichen Obsoleszenz zur lebendigen Liebe

Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich. (Römer 7:15)

Für die großen Fragen des Lebens
braucht es Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit.

Zu sich selbst kommen,
der inneren Stimme zuhören,
statt dem Lärm zu erliegen.
Eine tägliche Überlebensübung.

Jeder Mensch hat sein eigenes Lebenstempo.
Wie lange er trauert, wie lange er über etwas nachdenkt,
wieviel Zeit er benötigt, um eine Aufgabe gut zu erledigen,
welche Einschränkungen und Defizite er zu berücksichten hat –
das alles sind die Bestandteile seiner Lebensgleichung.

Wird das nicht einkalkuliert, verkommt er
zum austauschbaren Massenprodukt
mit Sollbruchstelle.

Was nur er zu geben hat,
bleibt unabgefragt.

Es ist, als liefe er mit einem ungeborenen Kind umher,
das langsam stirbt.

Für dieses Kind
trägt jeder von uns
selbst die Verantwortung.

Es zur Welt zu bringen,
ist das Beste,
was wir tun können.

Wie bei einem Baby, das in eine Familie hineingeboren wird,
der Rahmen mit seinen Untiefen bleibt vielleicht bestehen,
aber die Prioritäten verschieben sich,
und das verändert alles.

Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen! Allein sehet zu, daß ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. (Galater 5:13)

November

Wir sind im November angekommen. Für viele Alleinlebende eine unangenehme Zeit. Trübe Sicht und trüber Sinn? Wie geht man damit gut um? In Kontakt treten mit anderen Menschen, den Befürchtungen keinen Raum geben, sondern dankbar auf alles Gelungene im Jahr zurück schauen. Oder auch sich bewusst einlassen auf Prozesse der Trauer, des Abschieds. Denn alles hat seine Zeit, alles darf seine Zeit auch haben, und alles braucht seine Zeit.

 

 

 

 

Zutrauen

Manchmal merke ich
wie meine Seele zittert
als hörte ich das Herbstlaub in den Bäumen rascheln:
gleich müssen wir fallen

Dann wiege ich
mit einem leisen Lied
die Angst in mir wie ein Kind

Dann wird es Frühling in mir
die Blätter am Baum
erwarten in den Knospen
den Auftritt ihres Lebens

Immer ist irgendwo Herbst
aber immer auch irgendwo Frühling

Immer fallen Blätter
immer öffnen sich Knospen

Das ist ganz sicher

Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!
Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
(Bibel; Offenbahrung 21:5)